Windkraft

Von der Windmühle zum Windrad

Die Windmühle gehört seit Jahrhunderten zu unserer Kulturlandschaft.

 

Seit 20 Jahren findet eine rasante Entwicklung statt um das Windrad zur Stromerzeugung zu nutzen.

 

Diese Entwicklung wurde bisher in hohem Maße von privaten Initiativen und Bürgerbeteiligung getragen. Weitere Kennzeichen dieser Entwicklung sind technischer Fortschritt, Effizienzsteigerung und die Schaffung von Arbeitsplätzen.

 

Deutschland:

  • Ende 2012 waren 23.030 Windräder mit einer Gesamtleistung von 31.308 MW installiert und produzierten mit ca. 45 Milliarden kWh etwa 8% des in Deutschland verbrauchten Stroms[1][2][3]
  • In 2012 wurden in Deutschland 1.008 Windenergieanlagen mit in Summe 2.440 MW Leistung installiert. Damit gingen 2012 rund 20 Prozent mehr Leistung ans Netz als im Vorjahr[1][3].
  • Der Offshore Anteil in Deutschand lag Ende 2012 mit 280 MW immer noch unter 1%. In 2012 gingen 16 Anlagen mit in Summe 80 MW ans Netz[3][6]

 
Welt:

  • In Bezug auf die installierte Windleistung lag Deutschland im internationalen Vergleich viele Jahre an der Spitze. 2008 wurde Deutschland von den USA und 2010 von China auf nunmehr Platz drei verdrängt und hatte Ende 2012 einen weltweiten Anteil von ca.  11%.
  • Weltweit waren Ende 2011 ca. 199000 Windräder mit in Summe ca. 238000 MW Leistung installiert. In 2012 ist die installierte Leistung auf ca 282000 MW Leistung angewachsen.Der Offshore Anteil beträgt weltweit knapp 2%[6].
  • Der Weltmarkt Windenergie in 2011 umfasste ca. 37 Mrd. €, davon Deutschland ca. 2,2 Mrd. € (6%)[3]

 

Wirtschaft, Arbeitsplätze in Deutschland:

  • Produktionsvolumen Deutsche Hersteller 2011: ca 6 Mrd. €. Der Exportanteil lag damit bei 66%, Deutsche Hersteller hatten 2011 mit 16% die führende Position im Weltmarkt[3]
  • In der Windenergiebranche in Deutschland sind ca. 100.000 Menschen beschäftigt[4]

Pro Windkraft: Eigentümer von Windkraftanlagen sind Bürger und mittelständische Unternehmen

Windenergie an Land (onshore): Anteile der Eigentümer in 2010[5]

  • 52% Privatpersonen
  • 21% Projektierer
  • 16% Fonds / Banken
  •   4% "Große 4" und internationale Energieversorger
  •   3% Regionale Energieversorger
  •   4% Gewerbe, Landwirte, sonstige

 

 

Pro Windkraft: Die Pionierarbeit für den Aufbau der Windenergie an Land war im Wesentlichen getragen von mittelständischen Unternehmen und Bürgerbeteiligung.

 

Die großen Potenziale der Windkraft (onshore) wurden mittlerweile auch von Energieversorgern und Investoren erkannt. Im Zubau von Windkraftanlagen im Jahr 2010 war der Anteil von Privatpersonen und Projekttieren in Summe mehr als die Hälfte. Die Anteile von Fonds und Banken wuchsen auf 24%, der Anteil der regionalen EVUs auf 12% und der Anteil der "Großen 4 und internationaler EVU´s" auf 9%. Trotzdem ist aufgrund der dezentralen Marktstruktur der Erneuerbaren Energien in den nächsten Jahren eine marktdominierende Stellung der großen Energieversorger nicht zu erwarten[5]


Bild: © Thorben Wengert / pixelio.de