Fracking

Die Erschließung von "unkonventionellen Erdgasvorkommen" mittels Fracking sollte in Deutschland verboten werden. Es ist nicht-nachhaltig, der potentielle Nutzen gering und Risiken für Trinkwasser und Oberflächenwasser viel zu hoch. Zu den "unkonventionellen Erdgasvorkommen" in Deutschland gehört Schiefergas, das u.a. auch südlich des Taunuskamm vorkommt.

 

Die Bundesregierung plant, dieser risikoreichen und teuren Form der Gasförderung den Weg zu bereiten. Ende 2014 hat sie einen Entwurf für ein Gesetzespaket zu Fracking vorgelegt. Mit Änderungen wasser-, naturschutz- und bergrechtlicher Vorschriften soll dieser Hochrisikotechnologie zum Durchbruch verholfen werden.

 

mehr: BUND [Februar 2015]: BUND fordert gesetzliches Verbot von Fracking in Deutschland

"Archiv" - Pressemeldungen und Hintergründe [2013]

Fracking Gesetz vorerst gescheitert, CDU befürchtet Stimmenverluste durch Fracking-Debatte 

[04. bis 06. Juni 2013]

Die Unionsfraktion im Bundestag hat entschieden, den Gesetzesentwurf zum Fracking nicht mehr in dieser Wahlperiode einzubringen. Nach der Wahl würde ein neues Gesetzesverfahren eingeleitet. Laut den Presseberichten scheut die Union eine Auseinandersetzung mit den Sachfragen im Wahlkampf.

In Deutschland halten Experten Fracking für verzichtbar und riskant für das Trinkwasser. Für Nordhessen hat das RP Darmstadt den Antrag der Firma BNK Petroleum aufgrund zweier Gutachten abgelehnt, wonach Fracking in Nordhessen weder wirtschaftlich noch umweltverträglich darstellbar ist.

Hintergrund: ohne Gesetz kennt das Bergrecht kein Fracking, womit es heute praktisch ohne Umweltprüfung erlaubt ist. Bürgerinitiativen, Umweltverbände und Grüne fordern, dass Fracking in Deutschland verboten wird. Die FDP will Fracking - auch mit Einsatz von Chemikalien - erlauben und vertraut auf die Industrie, die umweltfreundlichere Methoden versprochen habe. Bei Industrie scheint es sich um Ölmultis und Schiefergasfirmen aus USA und Kanada wie ExxonMobil, Chevron, Marathon Oil, Talisman Energy und BNK Petroleum zu handeln, die laut Presseberichten (Die Welt) z.T. ihre Pläne in Deutschland aus wirtschaftlichen Gründen bereits wieder aufgeben oder in Frage stellen. Zum Teil stehen solche Firmen auch stark in der Kritik, ihre Wirtschaftsmacht gegen den Klimaschutz, Umweltinteressen und Menschenrechte einsetzen (Bsp.: öffentliche Kritik an ExxonMobil, siehe auch "Umweltbundesamt räumt mit Falschinformation der Klimaskeptiker auf" [24. Mai 2013]).

mehr: tagesschau.de: CDU befürchtet Stimmenverluste durch Fracking-Debatte

mehr: FR-online: Koalition scheitert mit Fracking-Gesetz

mehr: FAZ: Fracking für Nordhessen vom Tisch

mehr: Die Welt: Fracking ist für Europa eine Fata Morgana


Fracking ohne Nutzen für die Energiewende

[31. Mai 2013]

Der Sachverständigenrat für Umweltfragen der Bundesregierung hat sich mit einem Gutachten zum Thema Fracking geäußert. Fracking kann in Deutschland keinen Beitrag zur Energiewende leisten und ist aufgrund der geologischen Gegebenheiten wirtschaftlich kritisch zu sehen. Zudem sind die bestehenden offenen Fragen bezüglich erheblicher Umweltrisiken in Probeprojekten zweifelsreif zu klären, bevor Antragstellern Fracking in Deutschland erlaubt werden könne.

mehr: tagesschau.de: Fracking ohne Nutzen für die Energiewende

Fracking - auch bei uns?

[21. Mai 2013]

Laut Pressemeldung vom 21 Mai befürwortet Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier eine wohlwollende Prüfung von  Fracking in Deutschland. Eine Karte der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) zeigt, wo die geologischen Voraussetzungen für Schiefergas vorhanden sind. Im Rhein Main Gebiet ist dies im Oberrheintalgraben der Fall. Erdgasgewinnung durch Fracking kann allerdings nur in bescheidenem Maße zur Erdgasversorgung Deutschlands beitragen.

Kritische Punkte bei Fracking sind u.a. große erforderliche Wassermengen, Umweltrisiken für Grundwasser und Oberflächengewässer sowie ungelöste Frage der Entsorgung des anfallenden Abwassers (Flowback). Konkret: beim Fracking werden große Mengen an Wasser, Quarzsand vermischt mit giftigen Chemikalien unter hohem Wasserdruck in Tiefenbohrungen gepresst, womit in einer erdgasführenden Schicht Gestein "aufgebrochen" wird. Über diese Risse kann das Gas der Bohrung zuströmen. Ein Teil der Frackflüssigkeit wird mitsamt Lagerstättenwasser und weiteren Stoffen an die Oberfläche zurückgefördert. Die Zusammensetzung dieses Abwasser (Flowback) ist standortspezifisch und kann ein erhebliches Gefährdungspotenzial aufweisen (Toxizität und Radioaktivität). Die Entsorgung ist umstritten, es  kann nicht in kommunalen Kläranlagen entsorgt werden.

mehr: Frankfurter Rundschau: CDU Länder wollen Fracking

mehr: Umweltbundesamt: Fracking


Besuchen Sie uns auf

foeren.de


Pro Windkraft Niedernhausen

Do

24

Mär

2016

Infraschall - neue Messergebnisse

Neue Messergebnisse zu Infraschall bei Windkraftanlagen und anderen Quellen

mehr lesen

Sa

19

Dez

2015

Wir fusionieren mit Fören e.V.

Mitgliederversammlung beschließt den Zusammenschluss mit Fören e.V.

mehr lesen

Do

10

Dez

2015

Windkraft in Wiesbaden

Verwaltungsgericht weist Klage ab

mehr lesen

So

06

Dez

2015

Klimagipfel in Paris

Presse zu Klimagipfel in Paris

mehr lesen

Do

26

Nov

2015

Ausstieg aus der Braunkohle

Spektakuläre Wende: Bundesregierung erwägt, noch in der laufenden Legislaturperiode den Ausstieg aus der klimaschädlichen Kohleverstromung zu organisieren

mehr lesen

Di

24

Nov

2015

Preise müssen ökologische Wahrheit sagen

CO2-Steuer, Ökosteuer: was man heute tun kann, um die Dynamik des Raubbaus zu bremsen

mehr lesen

Mo

23

Nov

2015

Wiesbaden: Windkraft Pläne ausgelegt

Genehmigungsantrag inkl. Unterlagen zum geplanten Windpark auf der Hohen Wurzel sind von 23.11.2015 bis 22.12.2015 in Wiesbaden und 16 Nachbarkommunen ausgelegt

mehr lesen

Fr

20

Nov

2015

Deutsche Klimaziele in Gefahr

So schaffen wir das nicht! Mit der aktuellen Politik wird Deutschland seine Klimaschutzziele nicht erreichen, zeigt die Expertenkommission der Bundesregierung.

mehr lesen

Fr

13

Nov

2015

Teure Braunkohle

Braunkohle in Deutschland verursacht 15 Milliarden Euro Kosten für die Allgemeinheit alleine im Jahr 2015

mehr lesen

Do

12

Nov

2015

Keine Kohle für Kohle

Divestment: erste deutsche Kommune zieht Kapital aus klimaschädlichen Unternehmen ab

mehr lesen

Mi

11

Nov

2015

IEA fordert CO2 Steuer

IEA warnt bei der Vorstellung des "World Energy Outlook 2015" vor zu niedrigen Ölpreisen, fordert eine CO2-Besteuerung und den Abbau von fossilen Subventionen

mehr lesen

Di

10

Nov

2015

Aufrüttelnde Meldungen von WMO und Weltbank zu Klimawandel

CO2 Konzentration steigt auf Rekordwert, 100 Millionen mehr Arme bis 2030 durch Klimawandel, Politiker warnen vor neuen Flüchtlingsstrom

mehr lesen

Di

10

Nov

2015

Fossiles System vor dem Kippen?

Die renommierten Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber und Ottmar Edenhofer äußern sich zur Frage, ob mit dem Klimagipfel in Paris ein Durchbruch erzielt werden kann

mehr lesen

Sa

07

Nov

2015

Braunkohle als "Klimareserve"

8 Braunkohlekraftwerke vor ihrer Stilllegung 4 Jahre als Reservekraftwerke zu nutzen - was bringt Gabriel´s "Gürtel zum Hosenträger"?

mehr lesen
Suchfunktion powered by Google benutzerdefinierte Suche