Klimawandel - Fragen & Antworten

©2013 Umweltbundesamt
©2013 Umweltbundesamt

Immer mehr Menschen setzen mit dem Thema Klimawandel auseinander. Leider vagabundieren in den Medien immer noch Falschinformationen, die ursprünglich von Klimawandelleugnern in die Welt gesetzt wurden.

 

Wichtige und häufig gestellte Fragen zum Klimawandel beantwortet das Umweltbundesamt in seiner Broschüre "Und sie erwärmt sich doch"[1].

 

Im Folgenden werden einige dieser Fragen kurz angesprochen. Dies soll dem Leser den Einstieg in die Broschüre vereinfachen.

Ist die globale Erwärmung zum Stillstand gekommen?

Eine Schlussfolgerung aufgrund der Temperaturentwicklung seit 1998, die globale Erwärmung sei zum Stillstand gekommen, ist wissenschaftlich nicht haltbar.

mehr: wärmer?

 

Klimawandel? Das gibt´s doch nicht!?

  • Es kann doch nicht sein, was nicht sein darf?
  • Klimawandel - ich merke nichts davon!?

Wir müssen uns den Tatsachen stellen um endlich ins Handeln zu kommen. Wir steuern sehenden Auges auf die Klimakatastrophe zu.

mehr: Klimawandel - Ja aber?

 

Seit Millionen von Jahren schwanken doch CO₂ und Temperatur - ist das nicht ganz normal?

Seit Beginn der Industrialisierung bläst die Menschheit - über den natürlichen Kreislauf hinaus - so viel Treibhausgase in die Atmosphäre, dass die CO₂ Konzentration so stark angestiegen ist wie seit 650.000 Jahren nicht mehr. Der Temperaturanstieg folgt. Wird nicht rechtzeitig und konsequent gegengesteuert folgt ein menschengemachter Klimawandel. Bei solch einem Ereignis auf der Erde war die Menschheit noch nie dabei.

mehr: CO₂-Schwankung - natürlich?

 

Übertreiben Wissenschaftler die Gefahren des Klimawandels?

Ein Verdacht, dass mehrere tausend Klimaforscher aus vielen verschiedenen Ländern einhellig gegenüber der Öffentlichkeit übertreiben ist sehr unwahrscheinlich. Zu beachten ist die Rolle der Medien, die davon leben kurze, klare und zugkräftige Schlagzeilen zu entwickeln. Kritisch dabei ist, dass die Medien Außenseitermeinungen teils darstellen, als wären sie akzeptierte wissenschaftliche Erkenntnisse.

mehr: Übertreibung?

Wärmer?

 

Ist die globale Erwärmung seit 1998 zum Stillstand gekommen?

Aus der Temperaturentwicklung seit 1998 zieht manch einer den Schluss, die globale Erwärmung sei zum Stillstand gekommen.

 

Dies ist wissenschaftlich nicht haltbar.

 

1998 war eine besonders warmes Jahr. Aus einer Zeitreihe der globalen Mitteltemperatur ein besonders warmes Jahr auszuwählen und ab diesem Zeitpunkt einen Trend zu konstruieren, ist kein wissenschaftlich fundiertes Vorgehen. Fakten:

  1. Der langfristige Erwärmungstrend (30 Jahre) zeigt eine fortschreitende globale Erwärmung, eine langfristige Stagnation ist nicht erkennbar.
  2. Die vom Menschen verursachte Zunahme der Treibhausgase in der Atmosphäre bewirkt einen langfristigen Anstieg der Erwärmung - kurzfristige Schwankungen haben andere Ursachen.
  3. Es gibt keinen physikalisch plausiblen Grund, das Jahr 1998 als einen Wendepunkt der globalen Erwärmung anzunehmen (weder Vulkanausbrüche, abnehmende Sonnenaktivitäten oder ähnliches)
  4. Es ist bekannt, warum 1998 eine besonders warmes Jahr war: eine besonders starkes El Niño Ereignis (El Niño ist die Warmphase der "ENSO" / El Niño Southern Oscillation (ENSO) entsteht durch die Wechselwirkung zwischen Ozean und Atmosphäre und ist eine periodisch wiederkehrende Erwärmung und Abkühlung der Meeresoberflächentemperaturen im Pazifik)
  5. Etwas kühlere Jahre seit Ende der 90er Jahre waren starke La Niña Jahre (das ist die Kaltphase im "ENSO" Phänomen).
  6. Seit 1998 werden sowohl die El Niño als auch die El Niña Jahre wärmer

mehr: Umweltbundesamt: "Und sie erwärmt sich doch": Frage 9, Seite 53

Klimawandel - Ja aber?

 

Klimawandel? Das gibt´s doch nicht!?

Behauptung von  Klimawandel-Leugnern: Die Klimaerwärmung ist seit zwölf Jahren zum Stillstand gekommen.

 

Antwort: Auch nach 1998 hat sich die Erde weiter erwärmt. Die Erderwärmung verläuft generell nicht in einer geraden Linie, die Temperaturen schwanken von Jahr zu Jahr. 1998 war aufgrund eines starken El Niño ungewöhnlich heiß. Für die Erderwärmung sind deshalb langfrsitige Trends zu betrachten.

 

mehr: klimafakten.de: Behauptung: „Die globale Erwärmung stoppte 1998“

Video © 2013 John Cook www.skepticalscience.com


CO₂-Schwankung - natürlich?

 

Seit Millionen von Jahren schwanken doch CO₂ und Temperatur - ist das nicht ganz normal?

Le Monde diplomatique zeigt im Atlas der Globalisierung (Klima Spezial) anschaulich die langfristige Entwicklung von CO₂ Konzentration und Temperatur. CO₂ Gehalt der Atmosphäre und Temperatur steigen und fallen seit 650.000 Jahren miteinander. In unserer Epoche (Holozän) befinden wir uns in einer stabilen Warmphase - seit 10.000 Jahren beständig um die 14°C. Die globale Durchschnittstemperatur schwankte dabei um max. 2°C. In den letzten 1.500 Jahren sogar nur um ein halbes Grad. Seit der Industrialisierung stieg die CO₂- Konzentration so hoch wie seit 650.000 Jahren nicht mehr. Die "kritische CO₂- Konzentration" für eine selbst- verstärkenden Klimawandel liegt laut Weltklimarat im Bereich von 400 bis 450 ppm.

 

Fazit: Anstieg von CO₂-Konzentration und Temperatur und der dadurch verursachte Klimawandel ist menschengemacht.

 

Zitat: "Der Planet wird es überstehen. Er hat Dutzende großer Temperatur- schwankungen hinter sich. Nur die Menschheit war bei so gravierenden Klimaveränderungen noch nicht dabei."

 

Le Monde: Langfristige Entwicklung der CO2-Konzentration

Langfristige Entwicklung der CO₂-Konzentration

© 2013 Le Monde diplomatique

Le Monde: Langfrisitge Temperaturentwicklung

Langfristige Temperaturentwicklung

© 2013 Le Monde diplomatique


Übertreibung?

 

Übertreiben Wissenschaftler die Gefahren des Klimawandels, um mehr Forschungsmittel zu bekommen?

Wenn Wissenschaftler Thesen vertreten, die sich später als unhaltbar erweisen, ist ihr wissenschaftliches Ansehen massiv beschädigt. Es ist äußerst unwahrscheinlich, dass ein Kollektiv von mehreren tausend Klimaforschern aus vielen verschiedenen Ländern in einem riesigen Komplott gegenüber der Öffentlichkeit das Zerrbild der Gefahr einer globalen Erwärmung zeichnen, nur um an Forschungsmittel heranzukommen.

Wichtig ist, die Rolle der Medien zu bedenken.  Wissenschaftler streben nach einer möglichst ausgewogenen und genauen Darstellung, die Risiken weder übertreibt noch herunterspielt. In den Medien sind jedoch kurze klare Aussagen und zugkräftige Schlagzeilen gefragt. So ist es schon vorgekommen, dass dieselben Aussagen von einem Journalisten als Beleg für Entwarnung, von einem anderen für einen sehr dramatisierenden Artikel genutzt wurden. Mitunter werden Außenseitermeinungen in den Medien als allgemein akzeptierte Erkenntnis dargestellt werden. Scheinbar gern zitieren manche Medien auch Wissenschaftler völlig anderer Fachrichtungen mit Aussagen zur Klimaforschung. Immer wieder müssen Klimaforscher falsche oder unzureichende Darstellungen richtigstellen.

mehr: Umweltbundesamt: "Und sie erwärmt sich doch": Frage 17, Seite 93 sowie Teil B: Entstehung und gezielte Verbreitung von Zweifeln an den wissenschaftlichen Erkenntnissen zur anthropogenen Klimaerwärmung

Links:

  1. Umweltbundesamt: Und sie erwärmt sich doch - Was steckt hinter der Debatte um den Klimawandel?

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