Geothermie

BMU-Broschüre 2010 „Nutzungsmöglichkeiten der tiefen Geothermie in Deutschland“
BMU-Broschüre 2010 „Nutzungsmöglichkeiten der tiefen Geothermie in Deutschland“

Geothermie (Erdwärme) ist die unterhalb der festen Oberfläche der Erde gespeicherte Wärmeenergie. In Mittel- europa nimmt die Temperatur um etwa 3 °C pro 100 Meter zu, die man tiefer in die Erde vordringt. Die Erde strahlt täglich etwa viermal mehr Energie in den Weltraum ab, als wir Menschen derzeit an Energie verbrauchen. Zur Nutzung unterscheidet man

  • oberflächennahe Geothermie
  • tiefe Geothermie
    • hydrothermale Systeme
    • petrothermale Systeme

Oberflächennahe Geothermie nutzt Bohrungen bis 400 Meter und Temperaturen bis 25°C: Anwendung: Beheizen und Kühlen.

Tiefengeothermie wird zur Wärme- versorgung von Ortschaften, Stadtteilen eingesetzt. Sie kann auch zur Erzeugung von Strom dienen. Bislang konnten vor allem die hydrothermalen Reservoire Deutschlands erschlossen werden.

  • Hydrothermale Systeme setzen im Untergrund an wasserführenden Schichten an und nutzen dieses Thermalwasser zur Energiegewinnung.Die Nutzungsmöglichkeiten in Deutschland befinden sich in 3 Regionen: dem Oberrheingraben, dem Molassebecken und dem Norddeutschen Becken (siehe Abbildung).
  • Unter dem Begriff des petrothermalen Systems versteht man die Nutzung heißen Tiefengesteins, welches im Wesentlichen frei von zirkulierenden Thermalwässern ist. Diese Ressourcen können unter derzeitigen technisch-wirtschaftlichen Bedingungen jedoch erst begrenzt genutzt werden.

Daten zur tiefen Geothermie (Bohrtiefe > 400 m) laut GvT (Juli 2013):

  • 21 Anlagen in Betrieb: installierte Wärmeleistung 193 MW
  • davon 6 Anlagen mit Stromerzeugung: 12,11 MW elektrischer Leistung
  • 92 Anlagen in Bau oder Planung

mehr: GtV Bundesverband der Geothermie: Einstieg in die Geothermie

 

In Hessen sind laut GtV (Bundesverband für Geothermie) derzeit zwei Projekte in Planung: Wiesbaden und Groß-Gerau.

mehr: GtV Bundesverbad der Geothermie: Nutzung der Geothermie in Deutschland

 

In einem Forschungsprojekt hat die TU Darmstadt untersucht, ob sich Hessens Untergrund zur Stromerzeugung eignet - mit erstaunlichen Erkenntnissen: Im hessischen Oberrheingraben südlich von Frankfurt besteht "eine geothermische Anomalie". Das betrifft den Bereich südlich des Frankfurter Flughafens und die Region Riedstadt, Trebur, Groß Gerau, Walldorf.
mehr: Geothermie in Hessen / Strom aus der Tiefe: "Sehr gute Voraussetzungen im Rhein Main-Gebiet"

Risiken: oberflächennahe Geothermie

Zu oberflächennaher Geothermie liegt umfangreiche Erfahrung vor. Bisher gibt es in Deutschland etwa 290.000 Anlagen (z.B. Erdwärmesonden oder -kollektoren in Verbindung mit Wärmepumpen). Jährlich werden etwa 22.200 Anlagen mit 235 MW nei installiert (Zahlen 2012).

Wirtschaftlichkeit: In welchem Maß auf nachhaltige Weise Wärme gewonnen werden kann, hängt von den geologischen und hydrogeologischen Verhältnissen im Untergrund ab. Kartenwerke und zunehmend auch Internetportale der geologischen Landesämter bieten eine gute Datengrundlage.
Umwelt: Bei der Erschließung des Untergrunds über Bohrungen besteht die Gefahr von Umweltbeeinträchtigungen für Boden und Grundwasser. Unter ungünstigen Umständen können bei Bohrungen auch Baugrundrisiken zum Beispiel in Form von Setzungen auftreten.

mehr: GtV Bundesverbad der Geothermie: Risiken bei  oberflächennaher Geothermie

Risiken: Tiefengeothermie

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