Ausblick Energiespeicher

Derzeit werden in Deutschland die produzierten Strommengen aus Windkraft- und Photovoltaikanlagen gemäß EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) vergütet. Mit steigendem Anteil der Einspeisung von Strom aus Sonne und Wind kann aber das Netz diese Strommengen zeitweise nicht mehr komplett aufnehmen, da Energieproduktion und Verbrauch zeitlich nicht immer übereinstimmen.

 

Damit in Deutschland und im Verbund mit Nachbarländern einen besseren Ausgleich von Erzeugung und Nachfrage möglich wird, ist der Netzausbau und Netzumbau (intelligente Netze, Lastmanagement) wichtig.

 

Um die Versorgung mit Erneuerbaren Energien komplett unabhängig von den alten Strukturen der Energieversorgung zu machen, sind darüber hinaus Energiespeicher erforderlich, die unter akzeptablen Kosten die erforderlichen Mengen an Energie für den notwendigen Zeitraum speichern können. Hierzu gibt es vielfältige Aktivitäten in Forschung und Entwicklung[1][2].

 

Das Umweltbundesamt gibt in seiner Studie "Energieziel 2050:100% Strom aus erneuerbaren Quellen" einen Einblick zu Stromspeichern[3]. Zitat: 

"Der steigende Anteil fluktuierender, Erneuerbarer Energien erfordert mittel- bis langfristig den Einsatz großer zusätzlicher Stromspeicher. Es werden sowohl Kurzzeitspeicher als auch Langzeitspeicher benötigt. Kurzzeitspeicher, wie z. B. Pumpspeicherwerke, können die Einspeiseschwankungen sehr gut im Ein- und Mehrtagesbereich ausgleichen. Langzeitspeicher, wie z. B. chemische Speicher, können sehr gut Einspeiseschwankungen im Mehrtages-, Monats- oder Jahresbereich ausgleichen.

Ausgehend von der derzeit besten am Markt verfügbaren Technik beschränken wir uns in dieser Studie bei Kurzzeitspeichern auf Pumpspeicherwerke. Zusätzlich betrachten wir die chemischen Speichersysteme auf Basis von mit Erneuerbaren Energien hergestelltem Methan (eE-Methan) oder Wasserstoff (eE-Wasserstoff). Diese Speichersysteme sind heute grundsätzlich in allen Komponenten verfügbar."

 

Die Kapazität für Pumpspeicherkraftwerke in Deutschland ist begrenzt. Eine Erweiterung auf europäischer Ebene, insbesondere durch Kooperation mit Norwegen, ist möglich. Es ist naheliegend, dass auch weitere europäische Länder einen stark steigenden Bedarf zur Nutzung dieser Ressourcen haben werden.

Chemische Speicher

Für chemische Speichersysteme werden z.Zt. Begriffe wie EE-Gas, Windgas, Solargas, Power-to-Gas, Power-to-Liquid in der Fachwelt verwendet. Vorteile:

  • das vorhandene Deutsche Gasnetz kann als Energiespeicher genutzt werden
  • große Mengen Speicherkapazität über einen Zeitraum von vielen Monate
  • Entlastung Hochspannungsnetz
  • Sonne und Wind können Beitrag zur Energieversorgung auch auf dem Weg über synthetisches Gas leisten

 

Als einer der ersten Energieversorger, die ihre Kunden und Genossen konkret einbeziehen, um diesen Ansatz voranzutreiben, bietet die Genossenschaft Greenpeace-Energy seit dem 1. Oktober 2011 einen Windgas-Tarif an, der einen Förderbeitrag von 0,4 Euro-Cent pro Kilowattstunde für Windgasanlagen enthält. Auf ihrer Internetseite hat Greenpeace Energy den Ansatz anschaulich dargestellt[4]. Um sich vertieft mit dem Thema zu beschäftigen sind dort unter "Weiterführende Infos & Studien" die Dokumente "Hintergrundpapier Windgas" sowie "Windgas – Studie von Dr. Michael Sterner vom Fraunhofer Institut" sehr empfehlenswert. 

Bild: © Karl-Heinz Laube / pixelio.de

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