Teure Braunkohle

Braunkohle in Deutschland verursacht 15 Milliarden Euro Kosten für die Allgemeinheit alleine im Jahr 2015

© Julian Nitzsche / pixelio.de
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Die deutsche Braunkohle-wirtschaft behauptet seit vielen Jahren, ihr Energieträger komme ohne Subventionen aus. Eine Studie des Forum ökologisch-soziale Markt-wirtschaft im Auftrag von Greenpeace zeigt nun, die Kosten für die Allgemeinheit belaufen sich allein für das Jahr 2015 auf mehr als 15 Milliarden Euro. Diese Kosten umfassen unter anderem die Sanierung ehemaliger Tagebaue, Gesundheits-schäden,  Vergünstigungen und Ausnahmeregelungen für die Branche.

 

Dabei ist der größte Kostenblock (13,2 Mrd. €) die "externe Kosten durch CO2-Emissionen, Feinstaub, Quecksilber und andere Schadstoffe". Braunkohle ist bekanntermaßen der fossile Brennstoff mit der höchsten Klima- und Umweltbelastung. Für die externen Kosten von Braunkohle wurde in der Studie auf die Ergebnisse der Methodenkonvention des Umweltbundesamtes (UBA) zurückgegriffen. Weiterhin ist zu beachten, dass es sich in der Studie um eine konservative Schätzung handelt, denn  zahlreiche Bereiche, wie Bergschäden, Gewässerbelastungen oder Infrastrukturkosten konnten noch nicht vollständig quantifiziert werden.

 

Würden alle Kosten auf den Preis einer Kilowattstunde Braunkohlestrom aufgeschlagen, so erhöhe sich laut Greenpeace dieser um fast zehn Cent. Bislang kostet die Kilowattstunde etwa fünf Cent oder sogar weniger. Damit wäre Braunkohle-Strom teurer als Strom aus modernen Solaranlagen.

 

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