IEA fordert CO2 Steuer

IEA warnt bei der Vorstellung des "World Energy Outlook 2015" vor zu niedrigen Ölpreisen, fordert eine CO2-Besteuerung und den Abbau von fossilen Subventionen

Bei der Vorstellung des World Energy Outlook 2015 warnte die Internationale Energie-agentur (IEA) vor zu niedrigen Preisen für fossile Energien und forderte die Regierungen im Vorfeld des Pariser Klimagipfels zum Gegensteuern auf.

 

Die niedrigen Ölpreise seien schädlich für Wirtschaft und Umwelt. Sie verstärkten die Abhängigkeit von wenigen Förderländern, hemme Effizienzbemühungen und schwäche das Innovationspotential für einen nötigen Umstieg auf eine CO2-arme Wirtschaft. Außerdem gäbe ein eklatantes Ungleichgewicht bei den Subventionen für fossile Energien (500 Mrd. USD) gegenüber Erneuerbaren Energien (112 Mrd. USD im Stromsektor und 23 Mrd. USD für Bio-Kraftstoffe).


Trotz der Schräglage bei den Rahmenbedingungen gäbe es eine hohe Dynamik beim Ausbau der Erneuerbaren Energien. So machten die Erneuerbaren beim Zubau im Jahr 2014 fast die Hälfe der weltweiten Erzeugungskapazität aus und sind mittlerweile - nach Kohle - die zweitwichtigste Quelle zur Stromerzeugung. Das stärkste Wachstum bei Erneuerbaren Energien wird für Photovoltaik und Windkraft erwartet.

 

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