Protest gegen Braunkohlekraftwerk in Griesheim

Initiative übergibt tausende Unterschriften gegen Braunkohlekraftwerk Griesheim

Die Bürgerinitiative Main-Griesheim übergab 3000 Unterschriften gegen das geplante Braunkohlekraftwerk im Griesheimer Industriepark an den Geschäftsführer des Chemieunternehmens Weylchem. Die Initiative fordert, für das geplante Kraftwerk statt Braunkohle Gas als Energieträger zu verwenden. Damit würde weniger CO2 und außerdem kein Quecksilber ausgestoßen.

 

Auch das Umweltdezernat Frankfurt steht dem Bau ablehnend gegenüber. Der erwartete jährliche Ausstoß des Kraftwerks von 48.000 Tonnen CO2 sei für Frankfurt „eine große Belastung“. Im Vergleich dazu habe es das städtische Energiemanagement in den vergangenen 25 Jahren geschafft, in zahlreichen öffentlichen Einrichtungen wie Kitas und Schulen etwa 40.000 Tonnen CO2 einzusparen.

 

Im kommenden Sommer soll das neue Kraftwerk in Betrieb gehen. Technisch wäre eine Umstellung von Braunkohle auf Gas möglich. Das Kraftwerk werde als „trivalente Anlage“ gebaut und könne ohne großen technischen Aufwand mit Gas oder auch sogenanntem White Powder (Biomasse, etwa aus Zuckerrüben) betrieben werden. Gegenwärtig würde ein Betrieb des Kraftwerks mit Gas das Unternehmen jedoch etwa zwei Millionen Euro mehr im Jahr kosten, so der Sprecher des Unternehmens, White Powder sei noch einmal deutlich teurer.

 

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