Di

21

Apr

2015

Atom-Entsorgung wird noch viel teurer

Rückbau der deutschen Atomkraftwerke und die Entsorgung des Atommülls könnten 50 - 70 Mrd. € kosten und 150 Jahre dauern

Die Kosten der Atommüll-Entsorgung in Deutschland drohen deutlich höher auszufallen als bisher veranschlagt.

 

Nach Einschätzung des Vorsitzenden der Endlagerkommission des Bundestages, Michael Müller (SPD), könnten sie in den nächsten Jahrzehnten auf 50 bis 70 Milliarden Euro ansteigen. Die Rückstellungen der vier Stromkonzerne Eon, RWE, EnBW und Vattenfall, die diese für den Abriss der Atomkraftwerke sowie Zwischen- und Endlagerung gebildet haben, betragen derzei aber nur 38 Milliarden.

 

Ein Arbeitspapier der Kommission zeigt inzwischen einen möglichen Zeitablauf:

  • Der Beginn der der neuen Endlagersuche soll 2018 sein.
  • Die endgültige Festlegung eines Endlager-Standortes 2031.
    Die Realisierungschancen dafür seien aber unklar, heißt es in dem Papier.
  • Die Inbetriebnahme des Lagers sei frühestens 2045/2050 denkbar.
  • Die Einlagerungsprozedur wird nach Schätzung der Experten 30 bis 80 Jahre dauern.
  • Das Ende der Einlagerung des Atommülls erwarten die Experten
    zwischen 2075 und 2130.
  • Den Zustand eines verschlossenen Endlagerbergwerks zwischen 2095 und 2170 oder später.

 

Gegenüber früheren Planungen bedeutet das eine erhebliche Verzögerung. Die Atomexperten weisen darauf hin, dass das Probleme für die Zwischenlagerung der Castoren bringt, in denen abgebrannte Brennelemente und Glaskokillen mit anderen stark strahlenden Abfälle geparkt sind. Die bisherigen Lager – zwölf an AKW-Standorten plus je eines in Gorleben (Niedersachsen), Ahaus, Jülich (beide NRW) und Lubmin (Mecklenburg-Vorpommern) – sind nur für 40 Jahre genehmigt. Die Genehmigungen reichen also nur bis 2040 - 2045.

 

Ein Kernforderung von Michael Müller an Regierung und Politik ist, aus der Atomkraft zu lernen. Es kann nicht sein, dass eine Technik mit hohen Subventionen in die Welt gesetzt wird, wenige Konzerne dann für wenige Jahre hohe Gewinne abschöpfen und dann die Gemeinschaft große Summen für die Beseitigung der Folgen aufwenden muss. Auch in anderen Bereichen gibt es das gleich Verhalten der Politik, etwas technisch Machbares einfach mal in die Welt zu setzen ohne sich Gedanken über die Folgen zu machen.

 

mehr: klimaretter.de: Atom-Entsorgung wird noch viel teurer

mehr: fr-online.de: Atom-Entsorgung wird noch viel teurer

mehr: tagesschau.de: Teurer Atommüll

Besuchen Sie uns auf

foeren.de


Pro Windkraft Niedernhausen

Do

24

Mär

2016

Infraschall - neue Messergebnisse

Neue Messergebnisse zu Infraschall bei Windkraftanlagen und anderen Quellen

mehr lesen

Sa

19

Dez

2015

Wir fusionieren mit Fören e.V.

Mitgliederversammlung beschließt den Zusammenschluss mit Fören e.V.

mehr lesen

Do

10

Dez

2015

Windkraft in Wiesbaden

Verwaltungsgericht weist Klage ab

mehr lesen

So

06

Dez

2015

Klimagipfel in Paris

Presse zu Klimagipfel in Paris

mehr lesen

Do

26

Nov

2015

Ausstieg aus der Braunkohle

Spektakuläre Wende: Bundesregierung erwägt, noch in der laufenden Legislaturperiode den Ausstieg aus der klimaschädlichen Kohleverstromung zu organisieren

mehr lesen

Di

24

Nov

2015

Preise müssen ökologische Wahrheit sagen

CO2-Steuer, Ökosteuer: was man heute tun kann, um die Dynamik des Raubbaus zu bremsen

mehr lesen

Mo

23

Nov

2015

Wiesbaden: Windkraft Pläne ausgelegt

Genehmigungsantrag inkl. Unterlagen zum geplanten Windpark auf der Hohen Wurzel sind von 23.11.2015 bis 22.12.2015 in Wiesbaden und 16 Nachbarkommunen ausgelegt

mehr lesen

Fr

20

Nov

2015

Deutsche Klimaziele in Gefahr

So schaffen wir das nicht! Mit der aktuellen Politik wird Deutschland seine Klimaschutzziele nicht erreichen, zeigt die Expertenkommission der Bundesregierung.

mehr lesen

Fr

13

Nov

2015

Teure Braunkohle

Braunkohle in Deutschland verursacht 15 Milliarden Euro Kosten für die Allgemeinheit alleine im Jahr 2015

mehr lesen

Do

12

Nov

2015

Keine Kohle für Kohle

Divestment: erste deutsche Kommune zieht Kapital aus klimaschädlichen Unternehmen ab

mehr lesen

Mi

11

Nov

2015

IEA fordert CO2 Steuer

IEA warnt bei der Vorstellung des "World Energy Outlook 2015" vor zu niedrigen Ölpreisen, fordert eine CO2-Besteuerung und den Abbau von fossilen Subventionen

mehr lesen

Di

10

Nov

2015

Aufrüttelnde Meldungen von WMO und Weltbank zu Klimawandel

CO2 Konzentration steigt auf Rekordwert, 100 Millionen mehr Arme bis 2030 durch Klimawandel, Politiker warnen vor neuen Flüchtlingsstrom

mehr lesen

Di

10

Nov

2015

Fossiles System vor dem Kippen?

Die renommierten Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber und Ottmar Edenhofer äußern sich zur Frage, ob mit dem Klimagipfel in Paris ein Durchbruch erzielt werden kann

mehr lesen

Sa

07

Nov

2015

Braunkohle als "Klimareserve"

8 Braunkohlekraftwerke vor ihrer Stilllegung 4 Jahre als Reservekraftwerke zu nutzen - was bringt Gabriel´s "Gürtel zum Hosenträger"?

mehr lesen
Suchfunktion powered by Google benutzerdefinierte Suche