Was gegen den Klimaschutz tun

GroKo bedeutet Stillstand bei Energiewende und Klimaschutz - bietet Geo-Engineering Lösungen?

Braunkohlekraftwerk Boxberg © Julian Nitzsche / pixelio.de
Braunkohlekraftwerk Boxberg © Julian Nitzsche / pixelio.de

Peter Altmaier hat mit seiner freudschen Fehlleistung mit dem Satz „Wir müssen etwas gegen den Klimaschutz tun“ in Maybrett Illners TalkShow vom 5.12.2013 das Unvermögen von schwarz-gelb und nun wohl schwarz-rot auf kabarettistische Art auf den Punkt gebracht: Laufzeitverlängerung, Atomausstieg, Energiewendebremse.

Ergebnis:

- gescheiterte UN-Klimagipfel
- steigender CO2 Ausstoß


Große Fortschritte um zügig auf Erneuerbare Energien umzustellen, Kohleverstromung herunterzufahren, unnötige strompreistreibende Privilegien für die Industrie auf ein volkswirtschaftlich vernünftiges Maß zurückzufahren sind von der Großen Koalition wohl kaum zu erwarten. Auch scheint die Priorität in der Rücksichtnahme auf die Autoindustrie zu liegen. Eine ambitionierte Verbesserung beim Emissionshandel ist ebenfalls nicht erkennbar. mehr: FAZ: TV-Kritik: Maybrit Illner


Kurzum - es scheinen wohl weitere 4 verlorene Jahre für den Klimaschutz vor uns zu liegen. Man kann es also nicht besser zusammenfassen, als Peter Altmaier dies (unfreiwillig) getan hat.

 

Warnungen und Appelle von Klimawissenschaft, der Internationalen Energieagentur, Umweltschutzverbänden, NGOs, engagierten Politikern, Unternehmern und Bürgern führen zu schönen Worten durch die Verantwortlichen - aber leider spricht das Handeln der Verantwortlichen eine andere Sprache und führt zu den oben gezeigten Ergebnissen. Eine Begrenzung der Erderwärmung auf 2°C wird immer unwahrscheinlicher. Wir laufen sehenden Auges auf eine Klimakatastrophe zu: unkontrollierbare, sich selbst verstärkende Prozesse im Klima (vgl. Klimawandel - Klima-Kipp-Punkte)

Hilfe - Retter im Aufwind? Was nun?

Zauberlehrling © Foto: Disney
Zauberlehrling © Foto: Disney

Es bedarf keiner hellseherischer Fähigkeiten um vorauszusagen, dass wieder Stimmen lauter werden die eine weitere Wende der Wende fordern und Atomkraft als des Rätsels Lösung anpreisen. Auf Risiken, mögliche Folgen von Atomkatastrophen und Augenzeugenberichte zu Japan und die Welt nach Fukushima haben wir bereits unermüdlich hingewiesen.


Weitere Optionen die zunehmend diskutiert werden kommen aus dem Themenkomplex Geo-Engineering - der Mensch greift mit technischen Mitteln ein um das Klima zu verändern.

 

Dabei gibt es eine ganze Reihe von Ansätzen. Z. Bsp. gibt es Vorschläge, die Erde mit gigantischen Spiegeln im All oder großen Mengen an zusätzlichen Schwebteilchen in der Atmosphäre vom Sonnenlicht abzuschirmen. Zu diesem Traum mancher Klimapolitiker, die Erde künstlich zu kühlen in der Hoffnung, damit den Treibhauseffekt in der Luft einzudämmen und den Klimawandel mit groß-technischen Mitteln rückgängig zu machen gibt es nun zwei neue wichtige Aspekte:

So einfach funktioniert es nicht: neue Forschungsergebnisse des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie in Jena zeigen, dass in diesem Fall das gewünscht Ergebnis nicht erzielt werden kann - die Vorgänge zum Treibhauseffekt sind komplexer als sich die Befürworter dieser Geo-Engineering Technik das vorgestellt haben.
mehr: innovations report: Geoengineering kann den Klimawandel nicht aufhalten

 

Risiken und Folgen von Geo-Engineering müssen aus gesamtgesellschaftlicher Sicht diskutiert und bewertet werden bevor Wissenschaftler, Politiker und Techniker Fakten schaffen, die zu Schäden führen könnten, die wir überhaupt noch nicht voraussehen können. Eine interessante Anregung, wie verantwortungsvoll mit dem Thema umgegangen werden kann, hat eine kleine Gruppe von jungen Wissenschaftlern ("Der junge Think Tank des Club of Rome") in Form von 7 Fragen zusammengestellt:
mehr:  7 Fragen zum Climate Engineering