Beschleunigung der Klimaerwärmung

Klimawandel: die Arktis erwärmt sich derzeit besonders schnell. Zusätzlich:  Freisetzung von Methan aus dem Schelfmeer der Arktis

In der Klimaforschung bestand seit längerem die These, dass die globale Erwärmung seit 15 Jahren nachgelassen habe. Eine neue Studie will nun zeigen, dass es diese Pause der Erwärmung nie gegeben habe. Vielmehr sei dieser Eindruck durch Datenlücken hervorgerufen worden, denn Messdaten der Temperatur gibt es nur von rund 85 Prozent der Erdoberfläche. In der Studie wurden zusätzlich Satellitendaten und bestimmte Rechenverfahren mit einbezogen, um aus ihnen Oberflächentemperaturen in der Arktis abzuleiten. Ergebnis – Zitat: „In den letzten 16 Jahren - also genau in der Zeit, in der der Klimawandel angeblich eine Pause machte - hat sich die Arktis besonders schnell erwärmt. Bis Ende der 90er-Jahre war die Veränderung noch moderat. Aber seither hebt die Temperatur in der Arktis regelrecht ab. Es gibt sogar eine Schätzung, wonach sie sich achtmal schneller erwärmt als der Rest der Welt."

mehr: deutschlandfunk.de: Globale Erwärmung pausiert doch nicht

 

 

Eine der großen Befürchtungen von Klimaforschern ist die Methanfreisetzung aus Permafrostböden wie sie z.B. in der sibirischen Tundra vorhanden sind. Dort sind große Mengen an Methan gebunden und Methan ist 20-fach klimaschädlicher ist als CO2. Nicht nur an Land, sondern auch im Schelfmeer der Arktis gibt es Böden, die durchgehend gefroren sind. Eine neue Studie zeigt, dass das Auftauen und Methanfreisetzung aus dem Schelfmeer sogar schneller stattfinden könnte als an Land.

mehr: deutschlandfunk.de: Methanfreisetzungen im sibirischen Meer

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