UN-Klimagipfel - Altmaier in Warschau

Sechs Stunden und 30 Mio. € für Entwicklungsländer - Deutschland enttäuscht in Warschau

Nur sechs Stunden lang besuchte Umweltminister Altmaier am 20.11. den UN-Weltklimagipfel in Warschau. Koalitionsverhandlungen und deutsche Strompreise sind wohl wichtiger.

 

Seine Ankündigungen und Zusagen wiederholten längst bekanntes: Klimaschutzziele Deutschland - Treibhausgase bis 2020 um 40 Prozent zu reduzieren, bis 2030 um 55 Prozent und bis 2050 um 80 bis 95 Prozent. Zum Klimaschutzziel der EU bestätigte er nur das schwache Ziel von minus 20% bis 2020.

Zur Unterstützung der Entwicklungsländer sagte Altmaier zusätzlich 30 Mio. € in 2013 zu. Japan scheint sich seiner Verantwortung in dieser Beziehung etwas stärker bewusst geworden zu sein und sagte 16 Milliarden US $ für den Zeitraum 2013-2015 zu.

Seit Beginn der Weltklimakonferenzen ist der CO2-Ausstoß weltweit um 60% gestiegen und immer häufigere und stärkere Naturereignisse machen klar, wie wichtig Fortschritte beim Klimaschutz sind. Und immer noch scheint es so, dass den Ländern ihr eigener wirtschaftlicher Vorteil wichtiger ist als das Schicksal der betroffenen Menschen.

Video © 2013 tagesschau.de[20.11.2013, 15:10]: UN-Klimagipfel in Warschau: Verhandlungen über neues Abkommen ab 2020

Video © 2013 tagesschau.de [20.11.2013, 09:32]: UN-Klimakonferenz in Polen: Entwicklungsländer fordern finanzielle Unterstützung


Dem Auftritt von Altmaier in Warschau folgte Kritik. Internationale und deutsche Umweltverbände sowie der internationale Gewerkschaftsbund kritisierten das zu schwache Engagement Deutschlands.

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