Weltenergiebericht

IEA prognostiziert Veränderungen im Energiemarkt - steigender Bedarf - Fracking kann Öl nicht verdrängen - steigender CO2 Ausstoß - Klimaschutzziel wird nicht erreicht - Lösung des Energieproblems heißt Sonne, Wind und Effizienz.

Roentgenfee  / pixelio.de : Kohlekraftwerk Boxberg
©Roentgenfee/pixelio.de: Kohlekraftwerk

Die Internationale Energieagentur (IEA) hat eine neue Prognose vorgelegt, wie sich Angebot und Nachfrage auf dem Energieweltmarkt wandeln werden. Auszüge:

  • bis 2035 wird die globale Nachfrage nach Energie um ein Drittel wachsen
  • Indien wird in der nächsten Dekade China als größtes Nachfrageland ablösen
  • der Fracking Boom wird ab 2020 abebben, Fracking kann Öl keinesfalls verdrängen
  • Mitte der 2020er Jahre wird der Nahe Osten seine Rolle als wichtigste Quelle für ölbasiertes Wachstum zurückerobern
  • die globale Nachfrage hält die Preise hoch, regional gibt es aber erhebliche Unterschiede (Beispiel: USA, Fracking Boom)
  • höherer Energiekosten in Europa
  • bis 2035 wird der Anteil der erneuerbaren Energien am globalen Energiemix auf ein Viertel steigen; drei Viertel aber machen fossile Brennstoffe aus
  • Welt kommt im Kampf gegen den Klimawandel und den CO-2-Ausstoß nicht voran
  • 2035 wird zwei Drittel der möglichen Energieeffizienz immer noch nicht ausgeschöpft sein wird

 

Zitat IEA-Direktorin van der Hoeven "Die Werkzeuge um die neuen Herausforderungen zu bewältigen stehen bereit. Wer sich an die internationalen Entwicklungen erfolgreich anpasst, kann Vorteile daraus ziehen."

Anpassen kann nur heißen, die Abhängigkeit von den fossilen Energieträgern Öl, Kohle und Gas deutlich zu reduzieren. Hohe Energiepreise fördern mehr Energieeffizienz und einen Umstieg auf erneuerbare Energiequellen. Begreift man dies als Chance lässt sich mit den entsprechenden Technologien gutes Geld verdienen.

 

Laut IEA flossen 2012 weltweit 544 Milliarden US-Dollar Subventionen in die alte fossile Energieversorgung. Erneuerbare Energien wurden mit 101 Milliarden Dollar gefördert.

 

Zitat: "Solange Staaten die fossilen Energien weiter subventionieren und damit den Verbrauch anheizen ist es kein Wunder, dass die Welt im Kampf gegen den Klimawandel und den CO-2-Ausstoß nicht vorankommt. Wir sind ganz klar aus der Spur sagt Fatih Birol, Chef-Ökonom der Energie-Agentur. Wenn nichts geschehe, werde sich die Erde nicht um 2, sondern um 3,6 Grad erwärmen .... es ist ein riesiges Problem."

 

mehr: tagesschau.de: Weltenergiebericht; Effizienz ist die Lösung - nicht Fracking

mehr: dradio.de: Die Zukunft der Energie

mehr: Spiegel Online: IEA-Weltenergieausblick: Fracking verschafft US-Industrie Vorteile gegenüber Europa

mehr: Zeit: Internationale Energieagentur - USA gewinnen das Rennen um billige Energie