Fukushima Zwischenbilanz

2011: Super GAU nach Ausfall der Kühlung / 2013: zehntausende von Krebserkrankungen zu erwarten, radioaktiv verstrahltes Kühlwasser fließt seit 2 Jahren ins Meer, tödliche Strahlendosis von bis zu 2200 Millisievert an lecken Tanks, Regierung moniert wirre und unglaubwürdige Informationen des Betreibers Tepco / 2015(Plan): Schutzwall aus tiefgefrorenem Erdwall / 2020: Olympia im Schatten von Fukushima

Am 11. März 2011 begann die 3-fach-Katastrophe in Japan. In einer unfassbaren Tragödie starben nach Erdbeben und Tsunami fast 19.300 Menschen bzw. werden bis heute vermisst.

Super GAU: Die Ärzteorganisation IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung / Friedensnobelpreisträger) hat Unfallhergang und -folgen der Atomkatastrophe analysiert. Demnach waren Erdbeben in Kombination mit schwerwiegenden Sicherheitsmängeln die Haupursachen für die Atomkatastrophe. Weiterhin hat IPPNW auf Basis der Daten und Annahmen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie mit dem Hintergrund der Erfahrung aus dem Engagement für Tschernobyl Opfer eine quantitative Abschätzung der „Gesundheitlichen Folgen von Fukushima“ vorgenommen. Das Spektrum liegt zwischen 20.000 und 120.000 Krebsfällen.

mehr: IPPNW: Gesundheitliche Folgen von Fukushima

 

Die "Aufräumarbeiten" in Fukushima werden mehrere Jahrzehnte dauern. Pressemitteilungen zu Kosten bzw. wirtschaftlichen Folgen scheinen noch nicht konsistent und vollständig. Für Teilbereiche erhöhen sich die Schätzungen bisweilen um Faktoren (n-tv[24.7.2013], ftd[07.11.2012]).

 

Am 19.09.2013 verkündete der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe nach einem kurzen Rundgang über das Gelände des Atomkraftwerks Fukushima, dass nun auch die beiden nicht bei der Katastrophe zerstörten Reaktoren offiziell stillgelegt und abgerissen werden. Diese Meldungen und eine Chronologie der Katastrophen in Japan (11. März bis 15. April 2011) finden Sie unter:

mehr: tagesschau.de: Japanisches Atomkraftwerk Fukushima - Die letzten Reaktoren werden abgerissen


2011: Super-GAU

Bei der Mehrfach-Reaktorkatastrophe im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi wurden vier von sechs Reaktorblöcken zerstört, dabei kam es bei 3 Reaktorblöcken zu Kernschmelzen. Radioaktives Material wurde freigesetzt und kontaminierte Luft, Böden, Wasser und Nahrungsmittel an Land und im Meer. 160.000 Menschen waren gezwungen ihre Heimat zu verlassen. Zusammenfassung und Rückblick zum ersten Jahrestag: 

mehr: tagesschau.de (Dossier): Wiederaufbau nach Tsunami und Super-GAU / Japan ein Jahr nach der Dreifach-Katastrophe


18.09.2013: Zwischenbilanz  (Von Jürgen Hanefeld)

Mittlerweile sind alle japanischen Atomkraftwerke abgeschaltet. Bei der Olympia-Qualifikation Tokios zeigte sich erneut, dass es weltweit Bedenken wegen des schwer beschädigten Kraftwerks Fukushima gibt. Weder die Regierung, noch der Betreiber Tepco scheinen den Meiler im Griff zu haben.

mehr: dradio.de: In Fukushima leckt es weiterhin (3:47)


Video

04.09.2013: und wieder werden weitere Einzelheiten zur aktuellen Lage bekannt:

Die radioaktive Strahlung um die kontaminierten Wassertanks in Fukushima erreicht den neuen Höchstwert von 2200 Millisievert. Regierung kündigt weitere Schutzmaßnahmen an

mehr: tagesschau.de: Eisige Erde gegen strahlendes Wasser



ARD-aktuell / tagesschau.de:
Sendung: Gefrorener Erdwall soll Probleme stoppen [04.09.2013 09:30]

Autor: Jürgen Hanefeld, NDR, Tokio

 

mehr: tagesschau.de: Gefrorener Erdwall soll Probleme stoppen

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