Leck in Fukushima: Japan hebt Atom-Warnstufe deutlich an

Japan verhängt die höchste Atom-Warnstufe seit der Kernschmelze in 2011. Ursache ist ein Leck in einem der Wasserbehälter, aus dem mehr als 300.000 Liter hochradioaktiv verseuchten Wassers ausgelaufen und in die Erde versickert sind. Auch die Meldung, dass bei Untersuchungen an Kindern in Fukushima weitere Fälle an Schilddrüsenkrebs entdeckt wurden sorgt für Unruhe.

Japan stuft den Austritt von radioaktiv verseuchtem Wasser aus einem der Kühlwassertanks auf dem Gelände von Fukushima, auf "INES Stufe 3 - ernsten Störfall" hoch. Tepco war am Donnerstag immer noch nicht in der Lage das Leck abzudichten und begann das Wasser in andere Tanks abzupumpen.

Es handelt sich um einen mit Gummidichtungen abgedichteten Tank - ausgelegt für 5 Jahre. Sicherere Tanks mit Schweißnähten gibt es auf dem Gelände von Fukushima viel zu wenige.


Das Unternehmen berichtete von hohen Dosierungen an Beta-Strahlen und hat nach eigenen Angaben eine hohe Belastung von 80 Millionen Bequerel pro Liter gemessen. Das ausgetretene Wasser enthält laut Tepco unter anderem auch hohe Dosierungen von Strontium. Nahe der Tanks seien an Pfützen Strahlungswerte von 100 Millisievert pro Stunde gemessen worden.

 

mehr: dradio.de: Umwelt und Verbraucher [21.08.2013]

mehr: FAZ: Japan erklärt radioaktives Leck zu „ernstem Störfall [21.08.2013]“


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