Windkraft-Offshore ohne Kabel

Problem-Offshore-Windpark geht endlich ans Netz

Dem Offshore-Windpark „Riffgat“ hat monatelang das Stromkabel gefehlt. Deshalb hat er Energie verbraucht, statt sie zu liefern. Und die Verbraucher 100 Millionen Euro gekostet. Nun soll Riffgat endlich in Betrieb gehen. 30 Anlagen mit einer Leistung von 108 Megawatt sollen bald Strom für 120.000 Haushalte einspeisen.

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10. August 2013:
Windkraft Offshore ist ein teures Abenteuer. Der Offshore-Windpark Riffgat vor Borkum wurde heute offiziell eingeweiht und liefert bis mindestens Februar keinen Strom - wir Stromverbraucher zahlen aber ab sofort.

Windkraft an Land ist derzeit die günstigste aller Erneuerbaren Energien. Windkraft Offshore die teuerste. Ein Bericht zur offiziellen Eröffnung des Offshore Windpark Riffgat vor Borkum bestätigt dies sehr deutlich - die Sache gleicht einem Stück aus dem Tollhaus. Der Windpark ist offiziell fertiggestellt, kann aber keinen Strom liefern da die Stromleitung nicht fertiggestellt ist.


Die Verzögerung ist für „die Unternehmer“ nicht so schlimm - es gibt ja die "Offshore-Umlage". Die Stromkunden bezahlen diesen Phantomstrom, der gar nicht produziert wird.

 

Der Stromanschluss für den Windpark muss von dem niederländischen Staatsbetrieb Tennet gebaut werden. Tennet hatte - nach einigen Stufen von Privatisierung und Unbundling in Deutschland - das Höchstspannungsnetz von E.ON übernommen und hat jetzt das Gebietsmonopol als Stromnetzbetreiber vom Norden Deutschlands, quer durch Deutschland bis Bayern.

Bei den Arbeiten zum Anschluss des Windpark Riffgat wurde "plötzlich" festgestellt, dass man erst mal tonnenweise alte Munition bergen muss, deren sich die Generationen vor uns durch Verklappung vor unseren Küsten entledigt hatten. Experten warnen bereits seit langer Zeit vor alter Munition mit konventionellen und chemischen Kampfstoffen die nach dem Weltkrieg im Meer entsorgt wurde.

 

Anmerkung: Windkraft-Offshore wurde auch in der Nachricht "EEG-Umlage wird steigen" von Verbraucherschützern und dem "think tank" Agora Energiewende als Kostentreiber identifiziert. Auf unseren Seiten zur Windkraft: Entwicklung und Trends, Ertrag, Wirtschaftlichkeit sind wir bereits ausführlich darauf eingegangen und haben dafür geworben, Verantwortung zu übernehmen und Windkraft an Land voranzutreiben.

 

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