Erdbeben durch Geothermie-Bohrung

Eine Geothermie-Bohrung bei St. Gallen hat zu einem leichten Erdbeben geführt. Die Arbeiten wurden unterbrochen.

Nach Erdbeben der Stärke 3,6 in der Schweiz ist ein Geothermieprojekt in der Nähe von St. Gallen vorerst gestoppt worden. Laut Schweizerische Erdbebendienst und dem Erdbebenzentrum der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich könnte ein direkter Zusammenhang bestehen. Laut Betreiber waren 650 Kubikmetern Wasser und eine "schwere Bohrspülung" in das Bohrloch gepumpt worden, da in mehr als 4000 Metern Tiefe überraschend Gas mit hohem Druck in das Bohrloch gelangt war.

mehr: Die Welt: Geothermie - Schweizer Bohrung löst Erdbeben aus

 

 

Update [31.07.2013]

Bis Ende August soll eine Entscheidung zum weiteren Vorgehen bei der Geothermie Bohrung in St. Gallen fallen. Die Optionen reichen von Weiterführung, Versiegelung des Bohrlochs auf unbestimmte Zeit (Wiederinbetriebnahme möglich) bis zur endgültigen Versiegelung. Bei einem Abbruch müssten die Stadtwerke und damit die Stadt St. Gallen für die entstandenen Kosten aufkommen. Bei der Abschreibungen würde es sich um etwa 30 Millionen Franken handeln.

 

mehr: Neue Züricher Zeitung [31.7.2013]: Schliessung des Bohrlochs auf unbestimmte Zeit eine Option