Kernkraft und CO₂-Abscheidung haben keine Zukunft

DIW Studie: EU unterschätzt Kosten für Atomkraft und CO₂-Abscheidung. Bereits heute erreichte Kostensenkungen bei Erneuerbaren werden aber nicht berücksichtigt

Die EU und ihre 28 Mitgliedsstaaten stehen vor richtungsweisenden Entscheidungen bezüglich der zukünftigen Gestaltung der Stromerzeugung jenseits des Jahres 2020. Grundlage für diese Diskussion ist das sogenannte Grünbuch „Ein Rahmen für die Klima- und Energiepolitik bis 2030“.

Das Problem: zum Zeitpunkt der Erstellung des Grünbuchs (Ende 2011) lagen von Seiten der Kommission keine aktuellen Modellrechnungen und Szenarien vor, so dass auf bis zu vier Jahre alte Kostenannahmen zurückgegriffen wurde.

Das DIW hat die Daten untersucht, mit aktuellen Daten verglichen und große Abweichungen festgestellt (siehe Interview mit Prof. von Hirschhausen, siehe DIW Studie). Im Grünbuch werden die Kosten für Atomkraft und CCS Technologie massiv unterschätzt während für Erneuerbare Energien die bereits heute schon erreichten Kostensenkungen schlichtweg nicht berücksichtigt wurden.

Das Interview und auch die Original-Studie sind sehr hörens- bzw. lesenswert. Unseres Erachtens hat das DIW allen Bürgern der EU einen großen Dienst erwiesen, den Sachstand transparent zu machen.

mehr: DIW: Interview mit Prof. Dr. von Hirschhausen

mehr: DIW: Europäische Stromerzeugung nach 2020: Beitrag erneuerbarer Energien nicht unterschätzen