Brüssels gefährlicher Fehler: EU erarbeitet Klimaziele auf veralteten Daten

Die EU Kommission will mittel- und langfristige Klima- und Energieziele definieren. Die Datenbasis ist aber veraltet. Kosten für Atomkraft und Kohle-CCS Technik werden systematisch unterschätzt, Kosten für Erneuerbare aber als zu hoch angesetzt.

Die Energiepolitik Europas droht zu scheitern – wegen schlampiger Berechnungen (siehe Bericht n-tv). Bis Ende des Jahres will die EU-Kommission neue Klima- und Energieziele definieren – mittelfristige für die Zeit bis 2030 und langfristige für die Zeit bis 2050. Doch die Daten, auf denen die Kommission Vorschläge für diese Ziele festlegen will, stimmen nicht. Sie sind veraltet. Mehrere Studien (Deutsche Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) / World Nuclear Industry Status Report 2013) zeigen, dass die EU-Kommission die Kosten von Atomenergie und sogenannter "CO2-freier Kohleenergie" (CCS Technik) systematisch unterschätzt und die Kosten der erneuerbaren Energie zu hoch ansetzt. Auf Basis der o.g. falschen Daten erwartet die EU Kommission bis 2050 einen steigenden Beitrag von Atomkraft und CCS Technologie an der Stromproduktion.

mehr: n-tv: EU erarbeitet Klimaziele auf veralteten Daten

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