Atomkraft: Studie widerlegt Comeback-Phantasien

Atomkraft: seit 20 Jahren rückläufig, Kosten für neue Reaktoren laufen aus dem Ruder.

Investoren scheuen Atomkraft  - es sei denn staatliche Subventionen werden garantiert.

Laut "Welt-Atomindustrie-Report 2013" sank die von Atomenergieanlagen erzeugte Energiemenge in 2012 um 7%. Atomenergie ist seit 20 Jahren rückläufig und trägt nur noch 10% zum weltweiten Strommix bei. Abgesehen von Japan, das nach der Fukushima Katastrophe derzeit nur noch 2 Reaktoren am Netz hat, haben viele weitere Länder ihre Atomstromproduktion zurückgefahren. Dazu gehören Toperzeuger wie USA, Frankreich, Russland, Südkorea und Deutschland.

Dies hat insbesondere auch wirtschaftliche Gründe. Vor zehn Jahren gingen Experten von Kosten für neue Atomreaktoren von 1000$/kWh aus. Heute ist von 7000 $/kWh auszugehen. In den letzten 5 Jahren haben es AKWs bei einer Bewertung durch Rating Agenturen mit schlechteren Bewertungen zu tun. Die Aktienwerte von führenden Atomfirmen wie AREVA und EDF sind im gleichen Zeitraum um 85 - 88% verfallen.

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