Fracking - auch bei uns?

Volker Bouffier befürwortet eine wohlwollende Prüfung von Fracking

Laut Pressemeldungen befürwortet Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier eine wohlwollende Prüfung von Fracking in Deutschland. Eine Karte der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) zeigt, wo die geologischen Voraussetzungen für Schiefergas vorhanden sind. Im Rhein Main Gebiet ist dies im Oberrheintalgraben der Fall. Erdgasgewinnung durch Fracking kann allerdings nur in bescheidenem Maße zur Erdgasversorgung Deutschlands beitragen.

Kritische Punkte bei Fracking sind u.a. große erforderliche Wassermengen, Umweltrisiken für Grundwasser und Oberflächengewässer sowie ungelöste Frage der Entsorgung des anfallenden Abwassers (Flowback). Konkret: beim Fracking werden große Mengen an Wasser, Quarzsand vermischt mit giftigen Chemikalien unter hohem Wasserdruck in Tiefenbohrungen gepresst, womit in einer erdgasführenden Schicht Gestein "aufgebrochen" wird. Über diese Risse kann das Gas der Bohrung zuströmen. Ein Teil der Frackflüssigkeit wird mitsamt Lagerstättenwasser und weiteren Stoffen an die Oberfläche zurückgefördert. Die Zusammensetzung dieses Abwasser (Flowback) ist standortspezifisch und kann ein erhebliches Gefährdungspotenzial aufweisen (Toxizität und Radioaktivität). Die Entsorgung ist umstritten, es kann nicht in kommunalen Kläranlagen entsorgt werden.

mehr: Frankfurter Rundschau: CDU Länder wollen Fracking

mehr: Umweltbundesamt: Fracking