Willkommen bei Pro Windkraft Niedernhausen

Niedernhausen ist reich an Wald, Wind und landschaftlicher Schönheit. Wir werben für einen nachhaltigen Lebensstil und setzen uns für Klimaschutz und eine nachhaltige Strom-versorgung ein. Die Nutzung der Windkraft in Niedernhausen könnte einen Beitrag dazu leisten. Pro Windkraft Niedernhausen hat auf Basis des Planungsstands für Vorrangflächen die potenzielle Nutzung der Windkraft in Niedernhausen betrachtet:

mehr: Niedernhausen

Daten und Fakten: Eckdaten

 

Entscheidend ist die richtige Wahl der Standorte sowie die neueste Technik für die Windkraftanlagen. Als Beispiel haben wir die Möglichkeit von 3 Windrädern konkret betrachtet und dokumentiert:

  • Windkraft in Niedernhausen hat den Rahmenbedingungen für Windkraft in Hessen zu folgen und ist machbar: umweltverträglich, wirtschaftlich und sozialverträglich. Belästigungen oder Beeinträchtigungen durch Lärm, Schattenwurf, Infraschall. Windkraft gefährdet kein Trinkwasser und signifikante Risiken durch Unfälle sind nicht zu befürchten. Beeinträchtigungen für Vögel und Wildtiere sind ebenfalls nicht zu erwarten.
  • Windkraft vor Ort kann einen wichtigen Beitrag zur Stromversorgung leisten - im Zusammenspiel mit anderen Erneuerbaren Energien und zukünftig unter Nutzung von regionalen Energie-speichern.

Flächenbedarf Windkraft, Klimaschutz, Wirtschaftlichkeit Windkraftanlage, Ertrag, Entwicklung und Trends, Landschaftsbild

Der Flächenbedarf für einen Windpark mit 3-5 Windrädern ist mit weniger als 0,1% der Waldfläche Niedernhausens minimal. Windkraft hat in Niedernhausen im Vergleich zu anderen Maßnahmen das deutlich größte Potenzial einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, d.h. dem CO2-Ausstoß, der in unserer Gemeinde verursacht wird, etwas entgegenzusetzen. Die Eingriffe im Wald entsprechen an nachhaltiger CO₂-Wirkung nur etwa 0,07% der CO₂-Einsparung durch Windkraft (vgl. Eckdaten). In Niedernhausen sind gute Voraussetzungen zur Wirtschaftlichkeit von Windkraftanlagen vorhanden (vgl. Wirtschaftlichkeit Windkraftanlage und zum Vergleich Windkraft in Hessen). Grundlegende Informationen zu Entwicklungen und Trends bei Windkraftanlagen sowie der Einflussgrößen auf den Ertrag runden das Thema ab.

 

Windräder sind sichtbar und stellen deutliche Eingriffe in das Landschaftsbild dar. Da Windkraftanlagen erst seit vergleichsweise kurzer Zeit aufgestellt werden, ist ihr Anblick für Bürger manchmal störend und noch gewöhnungsbedürftig. Die Energiewende und ein Umstieg auf erneuerbare Energien kann in Deutschland aber nur gelingen, wenn wir die Windkraft intensiv nutzen. Optische Eingriffe ins Landschaftsbild werden wir dafür akzeptieren müssen. Genauso, wie wir es zulassen, dass Strommasten, Autobahnen und das Schienennetz in unsere Kulturlandschaft eingreifen. Das ist der Preis, den wir seit langem für Wohlstand, Mobilität und Versorgungssicherheit zu zahlen bereit sind.

Windkraft: Wald, Unfälle, Brandschutz, Vögel, roter Milan

Die von Naturschutzverbänden entwickelten Anforderungen zu Windkraft im Wald sind einzuhalten, um gleichzeitig die Ziele Atomausstieg, Klimaschutz sowie Schutz von Natur, Tierwelt und Menschen bei Windenergienutzung zu erreichen.

Unfälle an Windkraftanlagen sind in Deutschland selten. In den letzten Jahren sind die Unfallzahlen rückläufig, wobei die Anzahl von Bränden weniger stark abnahm, als Unfälle aufgrund anderer Ursachen. Deshalb kommt dem Brandschutz eine wachsende Bedeutung zu, um Unfällen vorzubeugen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Vögel mit Windkraftanlagen kollidieren, kann überwiegend als sehr gering angesehen werden. Allerdings sind die lokalen Gegebenheit sehr genau zu prüfen. Insbesondere auch die Art "Roter Milan" ist schutzbedürftig und im Zusammenhang mit Windkraftanlagen in Bezug zu ihrem spezifischem Verhalten zu betrachten.

Warum überhaupt Erneuerbare Energien?

Solange sich Bürger die Frage stellen, warum sich etwas ändern sollte, ist es unverzichtbar, sich mit den grundlegenden Fragen auseinanderzusetzen.

 

Die Frage „warum?“ führt unweigerlich zu den Themen Nachhaltigkeit, Generationengerechtigkeit und unserem Lebensstil.

 

Industrialisierung, ein effizientes Wirtschaftssystem und Demokratie haben die Welt verändert.

  • Nie in der Geschichte gab es so viel Freiheit wie heute
  • nie in der Geschichte gab es so viel materiellen Wohlstand wie heute.

Diese Entwicklung hat eine Kehrseite. Unser Wirtschaftssystem geht von der Unendlichkeit der Ressourcen auf der Erde aus. Kosten für die Nutzung von Ressourcen – von der Gewinnung bis zur Entsorgung als Müll in festem, flüssigem und gasförmigem Zustand - sind nicht „eingepreist“. Ressourcen werden hemmungslos übernutzt. Wir wirtschaften und konsumieren als hätten wir 1,4 Erden zur Verfügung. Wirtschaftlich werden Rendite bzw. Zinsen erwartet, was Wachstum erfordert und den Ressourcenverbrauch weiter steigert.

  • Mittlerweile sind 60% der für die Menschen überlebenswichtigen Ökosystemdienstleistungen erheblich geschädigt
  • wir haben die Generationengerechtigkeit aufgekündigt
  • wir hinterlassen unseren Nachkommen Atommüll, Klimawandel, Artensterben ungekannten Ausmaßes sowie weitere zahlreiche ungelöste große Probleme.

Die meisten Menschen wissen bereits, dass Umkehr dringend geboten ist. Die große Mehrheit der Deutschen geht davon aus, dass es ihren Kindern schlechter gehen wird, als ihnen selbst. Von der Wirtschaft ist keine Umkehr zu erwarten – Manager und Mitarbeiter sind getrieben vom Wachstums-zwang. Politiker sind ebenfalls nur in begrenztem Maße handlungsfähig – sie müssen kurzfristig denken, um eine der anstehenden Wahlen zu überstehen. Die Gesellschaft ist noch nicht so weit, Politiker zu belohnen, die unbequeme Wahrheiten aussprechen.

mehr: Handlungsbedarf und Klimawandel

 

Der Wandel unseres Lebensstils zu Nachhaltigkeit und Generationengerechtigkeit kann nur von der Gesellschaft selbst ausgehen.

 

Jeder kann bei sich selbst und sofort mit der Veränderung beginnen und sich entsprechend seiner Möglichkeiten stetig verbessern. Wir alle wollen eine gute Zukunft für uns selbst, unsere Kinder, unsere Enkel und weitere Generationen. Einige einfache Dinge mit denen sich jeder selbständig auseinandersetzen kann, die bereits viele Menschen kennen und bereits getan haben, sind als Anregungen hier zusammengestellt:

mehr: Was tun?

Alternativen

Alternativen

Wir müssen uns entscheiden, welche Form der Stromerzeugung wir wollen. Jede Verzögerung der Energiewende ist ebenfalls eine Entscheidung – eine Entscheidung für Kohleverstromung und gegen den Klimaschutz. Sie verlängert die Form der heutigen Energieversorgung und gibt den großen Energiekonzernen Zeit, weitere Kohlekraftwerke ans Netz zu bringen. Diese haben eine Laufzeit von 40 – 50 Jahren.

 

Wir sind gegen jede Form der Stromerzeugung, die nicht nachhaltig ist:

  • Atomkraft – Nein Danke
  • Kohleverstromung – Ausstieg planen.

 

Wir sind für eine Stromerzeugung, die nachhaltig ist:

  • 100% Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien
  • dezentral
  • Bürgerbeteiligung.

Erneuerbare stehen praktisch unerschöpflich zur Verfügung und nutzen die Energie, die uns Sonne, Mond und Erde in Form von Sonneneinstrahlung, Gezeiten und Erdwärme zur Verfügung stellen. Im Vergleich zur Energieversorgung auf Basis fossiler Energieträger und Kernenergie ist eine Umstellung auf 100% Erneuerbar ein gewaltiger Fortschritt:

  • Schutz von Mensch, Natur und Tieren
  • unerschöpflich
  • gesamtgesellschaftlich zu geringeren Kosten.

Auch die Nutzung der Erneuerbaren Energien benötigt technische Infrastruktur wie z. B. Solaranlagen, Windräder, Geothermiebohrungen, Hochspannungsnetze, Energiespeicher. Jedes Produkt und jede Dienstleistung verbraucht Ressourcen, birgt vielleicht Risiken für Mensch und Umwelt und führt irgendwann dazu, dass etwas naturverträglich recycelt bzw. entsorgt werden muss. Bei der Diskussion um den besten Weg ist folgendes zu beachten:

  1. Bei der Betrachtung von ökologischen und wirtschaftlichen Kosten der Erneuerbaren ist immer der gewaltige Unterschied zu den ökologischen und gesamtgesellschaftlichen Kosten der Nicht-erneuerbaren Energien transparent zu machen.
    Auf den großen Fortschritt aus der Wende zu den Erneuerbaren können wir nicht verzichten.
  2. Warten oder Verzögern der Energiewende, weil eventuell jemand Kosten in die Zukunft verschieben möchte oder weil Wissenschaft und Wirtschaft mittel- bis langfristig vielleicht mit neuen, zusätzlichen Technologien weitere Alternativen zu einer einsatzfähigen Marktreife gebracht haben könnten, ist abzulehnen.
    Verzögern bedeutet eine über Jahrzehnte dauernde Verlängerung von weiterer Umwelt-zerstörung durch nicht-nachhaltige Formen der Energiegewinnung.
    Investitionen in Forschung, um weitere Alternativen für Generationen nach uns zu entwickeln, ist richtig. Diese müssen sich aber vor Markteinführung der Frage nach den Risiken und gesamt-gesellschaftlichen Kosten stellen (vgl. Situation bei Kernspaltung und Kernfusion).
  3. Vor- und Nachteile der Erneuerbaren sind untereinander abzuwägen.  Unter Einbeziehung der Bürger kann der optimale Mix für die lokalen Gegebenheiten gefunden werden.

Durch die Diskussion zur besten Energieversorgung werden die Bürger mit den Techniken der Erneuerbaren direkt vor Ort konfrontiert. Jeder hat die Möglichkeit, sich mit der Verantwortung für den eigenen Stromverbrauch auseinanderzusetzen. Woanders in Deutschland leben auch Menschen und Tiere und es gibt Natur mit dem gleichen Anspruch, den wir für uns geltend machen. Plakatives Beispiel:

  • 3 Windräder in Niedernhausen könnten so viel Strom "erzeugen" wie heute alle Privathaushalte vor Ort verbrauchen
  • die 3 Windräder "woanders hinschieben zu wollen" löst kein Problem
  • würden wir aber den Stromverbrauch um 30% senken, so würden wir nur 2 Windräder benötigen.


Bild: © Thorben Wengert / pixelio.de